Was bleibt am Monatsende im Börserl?

Diese Frage klingt vielleicht banal, aber Hand auf’s Herz: Weißt du es wirklich?
Bevor du dich mit Themen wie Anlegen oder Investieren auseinandersetzen kannst, fangen wir am besten mit einer Bestandsanalyse an:

Bleibt dir am Monatsende Geld über?

Wenn Ja, kannst du damit anfangen, dir langfristig Kapital aufzubauen.

Nein? Machen wir uns nichts vor: Natürlich kostet es Überwindung, sich über seine Finanzen im Klaren zu werden und manchmal kann es sogar Angst machen, sich seine Kontobewegungen im Detail ansehen zu müssen.

Falls du dich aber mit deinen Einnahmen und Ausgaben regelmäßig beschäftigst, wird es sich für dich sprichwörtlich lohnen. Die Angst vor dem großen Unbekannten wird einem stabilen und vorausschauenden finanziellen Grundwissen weichen. Es wird dir Sicherheit und Kontrolle über deine finanzielle Zukunft geben.

Was muss ich also tun?

Schritt 1: Erstelle einen Haushaltsplan (einfache Ein- und Ausgabenrechnung)

Hier kannst du dir unseren einfachen Excel Haushaltsplaner herunterladen:

Ein- und Ausgabenrechner in Excel

Schritt 2: Vervollständige und führe ihn regelmäßig

Sehen wir uns zuerst die Einnahmenseite an, die ist immer positiv:

Einnahmen 
Summe der Einnahmen:
Netto-Einkommen nach Steuern (monatlich mit 14. aliquot, Bonus?)
Kindergeld, Unterhalt
Einnahmen durch Vermietung und oder Verpachtung
Kapitalerträge wie etwa Zinsen, Dividenden, Kupons
Sonstiges

Nun kommen wir zum aufregenderen Teil – der Ausgabenseite:

Ausgaben
Essen und Trinken (Lebensmittel und Restaurantbesuche)
Miete inkl. Mietnebenkosten
Transport (Auto, Motorrad, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel)
Kommunikation (Telefonie, Internet)
Unterhaltung (Fernsehen, Radio, kostenpflichtige Streaming- und Sendedienste)
Hobbies, Kultur und Fitness
laufende Kredite
Versicherungen (private Kranken, oder Pensionsvorsorge, Haushalts, - Unfallversicherung, etc.)
sonstige regelmäßige Verpflichtungen (z.b. Kirchenbeitrag)
Haushaltsanschaffungen
Bekleidung
Zeitschriften, Bücher
Kinder (Schulgeld, Bekleidung, Spielsachen, außerschulische Aktivitäten, etc.)
Urlaub
Geschenke
sonstige Ausgaben

Am Ende kommt das zur Verfügung stehende, monatliche freie Einkommen heraus.

Für Erleichterung bei der Errechnung und Eintragung sorgen auch Handyapps.

Wenn du diesen Haushaltsrechner mindestens ein paar Wochen oder sogar Monate führst, wirst du einen guten Überblick bekommen wie viel Geld du zur Verfügung hast um es für dich arbeiten zu lassen.

Schritt 3: Reduziere deine Kosten

Falls ein Überschuss am Monatsende bleibt, kannst du dieses Geld für Investitionen nutzen. Sofern über mehrere Monate ein negativer Wert entsteht, musst du daran arbeiten wie du deine Ausgaben reduzieren und von vorhandenen Reserven leben kannst ohne Schulden zu machen oder weitere Schulden aufzubauen.

Hilfreich sind auch Vergleichsplattformen, mit denen du bei vielen Dingen wie Strom & Gas, Versicherungen, Internet etc… viel Geld sparen kannst.

Ein paar Tipps, wie man die Ausgabenseite reduzieren kann, findest du hier.

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