Zunächst macht es Sinn, anzuschauen, was gerne und fälschlicherweise als Investition verstanden wird. Hier eine kurze Erklärung, wo der Unterschied zwischen Investition und Konsum liegt.

Woran erkenne ich Investitions- und Konsumgüter?

Investitionen bzw. Investitionsgüter zielen darauf ab, dein Vermögen durch regelmäßige Erträge zu vermehren. Das kann beispielsweise eine Wohnung sein, die du vermietest oder auch Aktien die regelmäßig Dividenden ausschütten. Es geht bei Investitionen nicht um die Befriedigung von materiellen Bedürfnissen, sondern darum Geld zu vermehren.

Konsumgüter hingegen sind Güter die zur Bedürfnisbefriedigung verwendet werden. Beispielsweise ein Auto für den privaten Gebrauch oder dein Fernseher. Oft verwechseln Leute den Unterschied zwischen diesen beiden Gütern.

Der Unterschied ist jedoch gravierend: Konsumgüter kosten Geld, Investitionsgüter bringen Geld!

Ist meine Eigentumswohnung eine Investition?

Die selbst genutzte Immobilie ist die häufigste Investition der Deutschen, Schweizer und Österreicher. Es liegt tief verwurzelt in unserer Kultur sich ein Eigenheim zuzulegen. Die selbst genutzte Wohnimmobilie wird zwar oft als Investition bezeichnet, jedoch ist die wichtigste Eigenschaft eines Investitionsgutes die Vermögensmehrung durch „Erträge“. Und das ist hier nicht gegeben. Sogar das Gegenteil ist der Fall: Um den Kaufzustand aufrechtzuerhalten, muss immer wieder Geld in die eigene Immobilie gesteckt werden.

Zusätzlich wird eine selbst genutzte Wohnung nach ganz anderen Kriterien ausgewählt, als eine Wohnung die man vermieten möchte.

Alleine schon dieser Umstand unterscheidet zwischen Investition und Konsum-Gut.

Auch Deine selbst genutzte Eigentumswohnung ist KEINE Investition!

Dasselbe gilt auch für das Auto.

Selbst wenn es für den Weg zur Arbeit benötigt wird. Denn Aufwand und Ertrag, gemessen an etwaigen Alternativen (näher bei der Arbeitsstätte zu wohnen, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, etc.), stehen hier selten in einem positiven Verhältnis. Vor allem, da wir hier meistens von fünf- bis sechsstelligen „Investitionen“ sprechen.

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